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Mittwoch, 27. März 2019

24.03.2019 - Weltreise - Nagoya


Nagoya, Japans viertgrößte Stadt, ist eine Hochburg der Technik und Sitz bekannter Firmen wie z.B. Toyota. Hier gibt es auch ein Toyota-Museum.
Nach dem Frühstück und der Freigabe des Schiffes gehen wir von Bord, wobei heute nur noch eine Kontrolle unserer Passkopie erfolgt. Begrüßt werden wir durch die Maskottchen vom Aquarium.
Da wir heute nur bis 15 Uhr hier liegen, haben wir uns ein Ziel ausgesucht, nämlich den Shinto-Schrein Atsuta-Jingo. Dazu fahren wir vom Hafen mit der U-Bahn (Subway) bis zur Station Kanayama.
Das Ticket zu ziehen ist einfach, zumal der Automat auf die englische Sprache einzustellen ist. Das One-Day-Ticket (Weekend Eco Ticket) kostet 600 Yen. Zum Einsteigen in die U-Bahn stellt man sich hier vor den auf dem Boden markierten Eingängen an. Die Stationen werden auch auf Englisch angezeigt und die Pläne sind gut nachvollziehbar.
















In Kanayama müssen wir in die Meijo Linie umsteigen, die einen Rundkurs fährt, und zwar im Uhrzeigersinn (clockwise) und entgegen dem Uhrzeigersinn (counter clockwise). Wir müssen bis Jingu Nishi fahren. Von dort ist Weg zum Schrein ausgeschildert.
Atsuta-Jingu ist einer der bedeutendsten Shinto-Schreine Japans, der vor über 2000 Jahren als Aufbewahrungsort des Kusanagi-Schwertes gegründet wurde. Dieses Schwert ist eines der drei Throninsignien des Kaiserhauses. Nach einer Legende wurde es durch die Göttin Amaterasu-Omikami übergeben. Das Schwert darf nur vom Kaiser selbst und den älteren Shinto-Priestern betrachtet werden. Deshalb ist es auch nicht ausgestellt.
Shinto ist eine sehr heterogene Religion ohne zentral schriftlich fixierte und für alle Gläubigen verbindliche Gebote.
Alle Bereiche des Schreins sind heilig, aber nicht alle haben den gleichen Grad der Heiligkeit. Generell gibt es eine Steigerung vom Eingang bis zum Allerheiligsten. Es gibt mindestens zwei Areale, ein Inneres und ein Äußeres, das meist nur für touristische Zwecke ist. Die Abschnitte werden durch verschiedene Typen von Bauwerken abgegrenzt.
Der Eingang ist ein Tor mit zwei Querbalken. Oft müssen die Besucher eine Brücke überqueren, damit lassen sie den unreinen Teil ihres Selbst zurück (reinigende Kraft des Wassers). Auf dem Weg zu anderen Gebäuden steht seitlich ein Waschbecken, um Gesicht und Hände zu reinigen. Dazu nimmt man Wasser mit einer Bambuskelle, schüttet es abwechseln über eine Hand, passt aber dabei auf, dass das Wasser nicht ins Becken zurücktropft. Man soll auch einen Schluck Wasser trinken.


Im Zentrum des Schreins befindet sich das Hauptgebäude der verehrten Gottheit, das Allerheiligste, das der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Die Priester betreten es nur zur Vollziehung ihrer Rituale. Die Türen werden nur zu religiösen Festen geöffnet.
Im Zentrum des Allerheiligsten sind oft Reliquien zu finden: Schwerter, Spiegel oder Edelsteine (Throninsignien Japans).


Aus Stroh geflochtene „Seile“ sollen die Welt der Götter von der diesseitigen Welt trennen und den „Geist“ im Objekt bewahren.


Die Gläubigen werfen vor den Schreinen Münzen in eine bereit stehende Holzkiste und klatschen in die Hände, um die Aufmerksamkeit der Gottheit zu erlangen.
Man kann Amulette kaufen für eigene Wünsche, z.B. für ein langes Leben, für Prüfungserfolg, Gesundheit, für ein Kind, für eine leichte Geburt usw. Oder man kauft bemalte Holztäfelchen mit vorgedruckten Bildern, darauf kann man die Bitten an die Gottheit schreiben. Alles kann man dann an den entsprechenden Schreinen aufhängen.


Heute – am Sonntag sind viele Japaner auf dem Gelände mit ihren Kindern. Viele sind feierlich angezogen für Zeremonien. In die Gebäude und auf das Gelände für die Zeremonien dürfen die regulären Besucher nicht.
Es gibt noch ein kleines Museum mit Schriftstücken, Bildern und Schwertern (Eintritt mit Tagesticket der Subway statt 300 nur 250 Yen), aber alles ist in Japanisch beschriftet. Im Eingangsbereich sind Fotos vom Besuch des Kaisers zu sehen, aber im Museum darf nicht fotografiert werden.
Mit der U-Bahn fahren wir zurück zur Station Kanayama, gehen dort und im Bahnhof noch in einige Geschäfte und zu einzelnen Verkaufsständen mit Uhren, Kleidung, Kartoffeln(!!!),…
Danach geht es zurück zum Schiff (mit der Subway). Im Hafen sehen wir noch in einem Supermarkt einzeln verpackte gekochte Eier.

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