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Montag, 13. Mai 2019

12.05.2019 - Weltreise - Malta


Unser letzter Landgang findet auf Malta bei Sonne und ca. 20 Grad statt. Diese Insel habe ich vor ca. 30 Jahren einmal erkundet. Wir liegen hier ganz zentral im Hafen von Valletta. Einige Schritte vom Schiff entfernt befindet sich der Aufzug, der uns zu den Upper Barrakka Gardens bringt (für 1 €; die Fahrt nach unten ist kostenlos), wo man sofort in der Stadt ist und alle wichtigen Sehenswürdigkeiten beieinander hat. Außerdem hat man einen atemberaubenden Blick auf den Hafen.


Wir gucken einzelne Kirchen an, die gerade geöffnet sind. Ansonsten laufen wir durch die Stadt und erfreuen uns an dem wunderschönen Anblick. Hier ist viel renoviert worden, da Valletta 2018 Kulturhauptstadt war. Besonders schön sind die Balkone der Häuser und die Türklopfer, die man entdeckt, wenn man nicht auf den Touristenstraßen läuft.
Valletta hat Lust auf mehr gemacht.
Auf der Insel gibt sogar 2 Routen mit dem Hop on hop off Bus, mit dem man weite Teile der Insel erkunden kann (Rote Route 135 min, blaue Route 90 min).
Valletta ist für uns ein wunderschöner Abschluss dieser großartigen Reise.
Die Reiseroute war unsere Traumroute mit vielen Highlights wie den Osterinseln, dem Panamakanal, Neuseeland, Australien, Japan, Hongkong, Singapur, Petra, dem Suezkanal, um nur einige zu nennen. Die Begegnungen mit den Menschen in verschiedenen Ländern waren einfach toll. Wir haben uns nicht einmal unsicher oder ängstlich gefühlt. Und wir waren sehr oft alleine unterwegs.
Auf der Albatros ist sicher einiges verbesserungsbedürftig, aber super waren das Service-Personal, das uns den Aufenthalt so angenehm wie möglich gemacht hat, und das Essen.
In Genua geht unsere Reise zu Ende und wir fahren mit vielen Eindrücken, tausenden von Fotos und insgesamt 9 prall gefüllten Koffern nach Hause. Damit ist ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen.

09.05.2019 - Weltreise - Suezkanal





Der Suezkanal ist – im Gegensatz zum Panamakanal – ein schleusenloser Meerwasserkanal. Er ist 162,25 km lang und hat seit 2010 eine Wassertiefe von 24 m. Eigentümer ist die Suez-Kanal-Authority seit dem 26.07.1956. Der Kanal kann von allen Schiffen aller Nationen zu gleichen Bedingungen benutzt werden in Kriegs- und Friedenszeiten. Für Kriegsschiffe Krieg führender Nationen gelten bestimmte Einschränkungen.
Der Kanal wird einspurig befahren. Im Einbahnverkehr wird in Konvois gefahren, die von der Port Authority nach bestimmten Kriterien zusammengestellt werden. Die Durchfahrt dauert insgesamt ca. 12 – 16 Std. Die Höchstgeschwindigkeit ist 11 – 16 km/h. Der Mindestabstand beträgt 2 – 3 km. Für Schiffe mit bis zu 50 m Breite ist der max. zulässige Tiefgang 18,9 m.
Im gesamten Kanal besteht Lotsenpflicht. Es gibt 14 Fährverbindungen mit 36 Fährschiffen (Auto- und Personenfähren).
Mittlerweile hat der Kanal an Bedeutung verloren, da viele Schiffe um Afrika herum fahren. Es ist eine Frage der Kalkulation. Ein großes Containerschiff zahlt z. B. 4 Mio. Dollar für die Durchfahrt.
Der Erbauer des Kanals war Ferdinand Marie Vicomte de Lesseps (1805 – 1894), ein französischer Diplomat und Unternehmer. Am 17.11.1869 wurde der Kanal eröffnet. Das wurde drei Tage gefeiert. Die Oper Aida von Verdi war zu dem Anlass noch nicht fertig, so dass Rigoletto aufgeführt wurde. De Lesseps wurde mit Auszeichnungen überhäuft sowohl von Großbritannien, das ja eine Zeit lang versuchte den Kanalbau zu verhindern, als auch von Frankreich. Bis zur Eröffnung des Kanals betrugen die Kosten 416 Mio. Francs.
Die Durchfahrt für die Albatros kostete 195.000 US$ + 2000 US$ für das abendliche Anlegen in Port Said, wo wir zwar das Hafengelände nicht verlassen dürfen, aber an der Promenade laufen und an den Ständen noch einkaufen können. Hier haben die Händler zunächst astronomische Preisvorstellungen und man muss sie enorm runterhandeln.

08.05.2019 - Weltreise - Sharm El Sheikh/Ägypten


Sharm El Sheikh (=Bucht des Scheichs) wird lt. Schiffsinfo als „schick, schnell und leichtlebig“ beschrieben. Hier soll es mehr Rummel statt Ruhe geben. Außerdem soll es ein Paradies für Souvenirfreunde sein.
Nachdem wir mit dem kostenpflichtigen Shuttlebus (6 € hin und zurück) das Zentrum erreicht haben, können wir das alles so nicht bestätigen. Wir steigen an der Al-Sahaba-Moschee aus, die ein gutes Beispiel für moderne, islamische Architektur ist. Entworfen wurde sie vom ägyptischen Architekten Foad Tawfeek, gebaut von der ägyptischen Armee. 



Direkt an die Moschee grenzen unzählige Geschäfte, die aber erst um 10 Uhr öffnen, einige wegen des beginnenden Ramadans wohl gar nicht. Die Waren stehen bei den geschlossenen Geschäften (mehr oder weniger) abgedeckt vor der Tür.
Wir kaufen mal wieder Gewürze ein. Der Gewürzhändler bietet mir zum Schluss eine Gratis-Creme an. Ich dachte an ein „Pröbchen“. Aber er cremte mir Gesicht und Dekolleté bis zum Busen mit geübten Griffen ein. Das war die Gratis-Creme! Wer weiß, was er noch anzubieten hatte….!!! Es gab auch noch in einem anderen Geschäft sehr leckeres frisches Baclava, wovon wir uns ein „Kartönchen“ gönnten.
Ansonsten ist Sharm El Sheikh ein Ort für zahlreiche Wassersportmöglichkeiten, auch für’s Tauchen.

07.05.2019 - Weltreise - Aqaba/Petra/Jordanien


Während unserer Liegezeit in Aqaba machen wir einen vom Schiff organisierten Ausflug in die Felsenstadt Petra.
Aqaba (=steiler Abhang) ist eine Hafenstadt in Jordanien, die 0 m ü. NN liegt. Jordanien, das 650 km Grenze mit Israel hat, gilt als „weißes Land“, als sicher und wird von den USA unterstützt.
70 % der Fläche ist Wüste. Es gibt in diesem Land ein Wasserproblem, denn der Jordan, der ins Tote Meer mündet, ist der einzige Fluss. Daher hat man viele Stauseen angelegt. Grundsätzlich gibt es im Norden des Landes mehr Wasser.
Hauptstadt ist Amman mit 2,5 Mio Einwohnern. 43 % der Bevölkerung sind Kinder und Jugendliche, nur 3,5 % sind älter als 60 Jahre.
Die Touristen kommen vorwiegend aus den Golfstaaten.
Die reine Fahrzeit von Aqaba nach Petra beträgt 2 Std. Gegen 11 Uhr kommen wir dort an. Die Stadt Petra (=Stein) ist eng verbunden mit der Geschichte der Nabatäer, einer Hochkultur aus dem Gebiet des Jemen, damals (7. Jh.) das reichste Königreich. Petra war ein Kreuzungspunkt mehrerer Karawanenwege (Weihrauch, Gewürze, Elfenbein, Seide…), auch für Waren aus dem röm. Reich, die in den Orient gebracht wurden. In Petra gab es immer eine sichere Wasserversorgung, von den über 200 Zisternen sind einige sogar noch vorhanden.
1812 wurde Petra für die Europäer neu entdeckt durch den Schweizer Forscher Johannes Burckhardt. Die Stadt war zwischendurch in Vergessenheit geraten. Petra ist als „rosa“ Stadt bekannt, da die Fassaden aus rosafarbenem Sandstein herausgearbeitet wurden.
Der Siq, das ist der Weg durch die Felsen, ist 1,5 km lang; die Felsen ragen 70 m in die Höhe. Die engste Stelle ist 2 m  breit. An beiden Wänden der Schlucht verlaufen Wasserkanäle. Stellenweise ist noch die nabatäische Pflasterung zu sehen.


Durch das Tor zum Siq (Bab Al Siq) kommt man zum Obeliskengrab, das die Nabatäer im 1. Jh. v. Chr. Errichteten. Sie begruben ihre Toten in Felsengräbern, die sie in Bergwände meißelten.
Der Siq endet am Schatzhaus (Al Khazna). Die Fassade ist fast 40 m hoch, im hellenische Stil gearbeitet, vermutlich 1. Jh. v. Chr. Die Skulpturen wurden von oben nach unten gearbeitet; dazu wurde von oben nach unten eine mauer aus dem Fels geschlagen. Die Säulen dienen nicht der Stabilität. Oben befindet sich eine riesige Urne, die – einer Legende nach – den Schatz eines Pharaos enthielt. Auf der fassade befindet sich oben ein Adler, das nabatäische Symbol der männlichen Gottheit.


Ein Stück weiter findet man das Theater mit 45 Sitzreihen für 5000 – 10.000 menschen. Der bau wird datiert auf das 1. Jh. n. Chr.
Insgesamt ist das Bild überwältigend, da vieles noch so gut erhalten ist und die Felsen in einem immer wieder anderen Licht erscheinen.
Für den Rückweg zum Bus haben wir 2 Std. Zeit. Man sollte beachten, dass es jetzt sacht bergauf geht, was durchaus anstrengend ist und nicht unterschätzt werden sollte. Der Weg kann auch in einer Kutsche zurückgelegt werden, die dann über das grobe, unebene Pflaster brettert, was für den Rücken nicht gut sein kann.
Für Petra hatten wir ausreichend Zeit und konnten alles auf uns wirken lassen. Dieser Ausflug ist durchaus empfehlenswert.

06.05.2019 - Weltreise - Eilat/Totes Meer/Jerusalem


Unsere Liegezeit in Eilat nutzen wir für einen vom Schiff organisierten Ausflug nach Jerusalem. Diese Tour ist mit viel Fahrerei verbunden (4,5 Std. für eine Strecke).


Die Fahrt führt uns am Toten Meer vorbei, das 427 m unter dem Meeresspiegel liegt und 600 m tief ist. Gespeist wird es durch den Jordan und durch Regen. Der Wasserspiegel des Toten Meeres sinkt kontinuierlich.Es kann auf natürliche Weise nicht mehr gefüllt werden. Besonders vorsichtig muss man wegen der Senklöcher sein, die dadurch entstehen, dass das Salz unter der Erde ausgeschwemmt wird.
Unsere Fahrt, die vorwiegend durch die Wüste führt, geht vorbei an der Felsenfestung Masada, UNESCO-Weltkulturerbe.
In Jerusalem ist unser erster Anlaufpunkt der Ölberg, von wo man eine sehr schöne Aussicht auf die Stadt und den jüdischen Friedhof hat.


Weiter geht es zum Garten Gethsemane mit der Todesangstbasilika (röm.-kath.)von 1924, auch „Kirche aller Nationen“ genannt, da sie mit Geldern aus 12 Ländern erbaut wurde. Die Kirche hat 12 Kuppeln, die für die Apostel stehen, getragen von 6 rotbraunen Säulen als Symbol für die Ölbäume. Der Altar steht vor dem Felsen, auf dem Jesus gebetet haben soll, bevor er verraten wurde. Umgeben ist der Altar von einem Gitter, das an eine Dornenkrone erinnert.
Nächster Stopp ist die Klagemauer, die wir über das Dungtor erreichen, da dort auch Busse halten dürfen. Beim Zugang müssen wir unsere Rucksäcke durchleuchten lassen. Heute finden hier Veranstaltungen zur militärischen Vereidigung sowie zur Bar Mizwa statt.
Die Klagemauer wird von den Juden Westmauer bzw. Kotel genannt. Sie ist 48 m lang und 18 m hoch. Die Gebetsbereiche sind nach Geschlechtern getrennt, die Männer beten links, die Frauen rechts. Männer sollen eine Kopfbedeckung tragen, Frauen sollen angemessen gekleidet sein. In die Ritzen der Mauer werden Gebetszettel gesteckt; diese werden zweimal im Jahr entfernt, aufgesammelt und auf dem jüdischen Friedhof auf dem Ölberg begraben.
Von der Klagemauer gehen wir auf die Via Dolorosa, benannt nach dem Leidensweg Jesu. Acht Stationen befinden sich auf der Via Dolorosa, die letzten 5 Stationen sind in der Grabeskirche. Heute ist die Via Dolorosa ein einziger Basar, durch den wir aber ganz schnell gehen müssen, um die Grabeskirche zu erreichen.
Im Inneren dieser Kirche spiegelt ein Stilgemisch die Glaubensvielfalt von 6 Konfessionen wider. Gemeinsam verwaltet werden der Salbungsstein, wo der Leichnam Christi gesalbt wurde, und die Rotunda über dem Grab Jesu. Alle möglichen Stellen werden für Gebete genutzt, z.B. das Loch unter dem griech.-orth. Altar, das die Stelle bezeichnet, wo das Kreuz gestanden haben soll. Dort kriechen die Menschen hin, um zu beten.
Nach dieser Besichtigung geht es mit dem Bus zurück zum Schiff, das wir vor Mitternacht noch erreichen.
Jerusalem hat keinen besonderen Eindruck bei uns hinterlassen, da wir gescheucht wurden, uns ständig sammeln mussten zum Zählen, immer bei der Gruppe bleiben mussten und wie kleine Kinder behandelt wurden. O-Ton:“Wenn die Ampel rot zeigt, gehen Sie nicht über die Straße“. Schade! Gerne hätten wir mehr über das Leben in dieser Stadt erfahren, über das Zusammenspiel der Religionen……!
Wer Jerusalem erleben will, sollte es nicht mit einem solchen Ausflug machen, sondern sich Zeit für diese Stadt nehmen und diese in sich aufnehmen und wirken lassen.

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