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Mittwoch, 11. Dezember 2019

Banjul, Gambia


Heute erreichen wir Banjul in Gambia. Das kleinste Land Afrikas ist eine islamische Republik mit 1,7 Mio. Einwohnern, die vollständig vom Senegal umschlossen ist. Hier sind 90% der Bevölkerung Moslems, 9% Christen und 1% Naturreligionen, die alle friedlich zusammen leben. Amtssprache ist Englisch. Gambia, auch „The smiling face of Africa“ genannt, ist ein sicheres Land. Gefängnisse in Gambia sind sehr hart. Währung ist der Dalasi, unterteilt in 100 Butut. Ein Euro entspricht ca. 56 Dalasi. US-Dollar, Euro und das Britische Pfund werden auch als Zahlungsmittel akzeptiert.
Banjul, die Hauptstadt, liegt am Gambia River. Hier erwarten uns an der Pier ein Dudelsackspieler sowie eine Kapelle mit Tänzerinnen, die für ein Foto Geld haben wollen.  Unsere vom Schiff gebuchte Stadtrundfahrt führt uns zunächst zum Nationalmuseum, wo wir Masken, Trommeln und Instrumente, Schwerter und Historisches sehen. Das Fotografieren im Museum kostet 2$. 



Von dort geht es zum Triumphbogen Arc 22, dem Wahrzeichen des Landes zum Gedenken an den Militärputsch vom 22.7.1994. 



Zum obersten Aussichtsbalkon führen 100 hohe Stufen. Das wird gleich mal als Frühsport in Angriff genommen. Die Stufen sind teilweise schlecht beleuchtet und unser Guide hilft mit der Taschenlampe des Handys. Von oben hat man eine schöne Aussicht auf die Stadt mit der Hauptachse (Independance Drive) und den Gambia River.



Bei der Weiterfahrt sehen wir die National Assembly, ein futuristischer Bau, der 27 Mio. US$ gekostet hat.  Die Nationalversammlung hat 58 Mitglieder, deren Amtszeit 5 Jahre dauert. Wir sehen das Kriegerdenkmal am 22.Juli-Platz, das Government House von 1824, das heute das State House des Präsidenten von Gambia ist. Unsere Fahrt führt uns zum Fischerdorf Bakau, wo wir schöne bunte Fischerboote sehen, aber auch viel Müll. 



Hier stehen viele Gefriertruhen, die mit Eis gefüllt werden. Darauf kommen die frisch gefangenen Fische. Allerdings sehen wir nur einen Händler, der Fisch verkauft, dafür viele junge Männer, die auf den Gefriertruhen schlafen. Unser Guide sagt uns, dass wir viel zu früh sind, da es erst nachmittags lustig wird.
Die nächste Sehenswürdigkeit ist der Kachikally Crocodile Pool, das heilige Krokodilbecken im Ort Bakau. Das Krokodil gilt in Gambia als heiliges Toer und Fruchtbarkeitssymbol. Dieser Pool wird privat von der Familie Bojang betrieben, es sind ca. 70 Krokodile in dem See. Frauen sollen durch Waschungen mit dem Seewasser fruchtbar werden. Das Berühren eines Krokodils soll Glück bringen, aber bitte nur den Rücken anfassen und nicht den Kopf.



Von dort geht es nach Serekunda, der größten Stadt des Landes. Hier sollen wir eine Batikfabrik besuchen. Wie auch der Weg zu den Krokodilen führt der zur Batikfabrik durch ein sehr armes Wohngebiet. Bei der Demonstration wird erklärt, dass hier mit Wachs auf weißem Stoff gearbeitet wird. Dabei werden die Farben mit Wachs abgedeckt, um neue Farben zu erzeugen, also so wie wir es früher auch gemacht haben, als Batiken in war. Das Wachs wird dann in heißem Wasser ausgewaschen. 



Das Malgerät ist aus Mahagoniholz, das mit Kupferdraht umwickelt ist. Auch hier verlangen die Künstler für ein Foto Geld. Vor der Fabrik stehen viele Händler, die auf ein gutes Geschäft mit den vielen Touristen hoffen.
Zurück in Banjul fahren wir zum Albert Market mit Fisch, Obst, Gemüse und traditionellen Gewändern. 



Handeln gehört hier zum Alltag. Zuerst nennt der Verkäufer einen Preis, das eigene Angebot muss deutlich darunter liegen. Man nähert sich dann an, dabei muss man den Wert des Kaufobjektes im Sinn haben. Zu guter letzt müssen sowohl Händler als auch Käufer zufrieden sein. Die Händler auf diesem Markt sind ziemlich aufdringlich. Überall soll man etwas kaufen.
Hier melden wir uns von der Gruppe ab, um in Ruhe einige Einkäufe tätigen zu können, z. B. Stoffe. Dabei ist festzustellen, dass die Frauen, die verkaufen wohl keine Vorstellung von der Umrechnung in Dollar oder Euro haben. Oft taucht plötzlich ein Mann auf, der noch versucht auf die Preisgestaltung Einfluss zu nehmen, was aber – dem Gesichtsausdruck nach – den Frauen unangenehm ist.
Der Weg aus dem Gewirr der Gassen des Marktes ist nicht ganz einfach, denn hier kann man sich gut verirren. Mit dem Shuttlebus fahren wir zum Hafen zurück. Unterwegs hält der Busfahrer noch an, damit wir in einem Geschäft Wasser kaufen können, und verlangt am Ende ein Trinkgeld, was wir ihm sowieso gegeben hätten.

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